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30.06.2011 13:50 Uhr in Wirtschaft

Wie man im Urlaub Strom sparen kann

Wer vor der Abreise daheim den Stecker zieht, kann die Urlaubskasse aufbessern

Berlin (dapd). Wer in der Reisezeit zu Hause konsequent den Stecker zieht, kann nicht nur das Klima schonen, sondern auch die Urlaubskasse aufbessern. Nach einer Berechnung des Vergleichsportals toptarif.de kann eine Familie mit verschiedenen kleinen Handgriffen während einer dreiwöchigen Abwesenheit bis zu 38 Euro sparen. Auch wenn die meisten Haushalte nicht ganz an diesen Wert herankommen sollten - auszahlen können sich die Tipps allemal.

"Es sind oft die kleinen, versteckten Stromfresser im Haushalt, die vor Reisebeginn beim Rundgang durch die eigenen vier Wände gern übersehen werden", erklärte Daniel Dodt von toptarif.de. Zu den größten unnötigen Stromfressern in deutschen Haushalten zählen demnach Geräte im Stand-by-Modus. Bleiben Fernseher, Computer und Stereoanlage nicht in Habtachtstellung, sondern werden komplett vom Netz getrennt, können in den Ferien fünf bis acht Euro - bei einer angenommenen Dauerleistung von 60 Watt und einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde - gespart werden.

Das Trennen der Geräte vom Netz schützt zudem vor Überspannung bei Blitzschlägen und kann entweder durch das Ziehen des Steckers oder durch die Nutzung eines Vorschaltgerätes oder einer schaltbaren Steckdosenleiste erfolgen.

Für die Dauer des Urlaubs sollten zudem weitere versteckte Stromfresser wie Geräte mit Netzteil, Ladegeräte (Handy, Zahnbürste) und Geräte mit Trafos (Deckenfluter) konsequent vom Netz genommen werden. Diese verbrauchen immer Strom, unabhängig davon, ob sie in Betrieb sind oder nicht. Werden sie vom Stromnetz getrennt, spart dies bei einem kalkulierten Dauerverbrauch von 50 Watt weitere vier bis sechs Euro.

Darüber hinaus entlastet das Abschalten nicht benötigter elektrischer Geräte wie beispielsweise des mittlerweile weit verbreiteten WLAN-Routers oder des Radioweckers die Haushaltskasse während der Ferien um zusätzliche zwei bis drei Euro.

Dankbar für eine kurze Verschnaufpause ist in vielen Fällen auch der Kühlschrank. Gerade bei älteren Geräten ohne No-Frost-Technik wird ein mehrmaliges Abtauen im Jahr empfohlen. Hierfür bietet sich die Urlaubszeit an, in der die Stromrechnung - bei einem angenommenen jährlichen Verbrauch von 300 Kilowattstunden - um weitere drei bis vier Euro gesenkt werden kann.

Bei modernen Geräten, die nicht mehr abgetaut werden müssen, können entsprechende Stromsparprogramme für die Urlaubszeit eingestellt werden. Ist eine Gefriertruhe vorhanden und wird diese vor dem Urlaub ebenfalls abgetaut, lassen sich weitere zwei bis drei Euro einsparen. Von der isolierenden Eisschicht befreit, können die Geräte nach der Wiederinbetriebnahme mit einem geringeren Stromverbrauch weiterarbeiten.

Wer Strom für die Warmwasseraufbereitung nutzt, kann ebenfalls Geldbeutel und Klima schonen. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden kann durch das Abstellen des Boilers in einem zwei- bis dreiwöchigen Urlaub 9 bis 14 Euro sparen.

dapd