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Winterpause für Wohnwagen und Wohnmobil
Das rollende Heim auf die kalten Monate vorbereiten
München (dapd). Nach den wohl letzten spätsommerlichen Tagen dürfte nun für die Mehrheit der Camping- und Caravaning-Urlauber die Saison vorbei sein. Wer Wohnwagen und Wohnmobil gut geschützt über den Winter bringen möchte, sollte einige wichtige Details berücksichtigen, rät Philip Puls von TÜV Süd in München: "Da ist zunächst das Thema Steuern. Wer bis zum nächsten Frühjahr nicht mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, kann Geld sparen, indem er ein Saisonkennzeichen anschafft."
Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass der Termin der TÜV-Untersuchung und der Gasprüfung nicht in den Zeitraum der Abmeldung fällt. Zudem gilt: Abgemeldete Fahrzeuge dürfen nicht auf der Straße oder auf öffentlichen Parkplätzen stehen.
Je witterungsgeschützter die Winterpause verbracht wird, desto besser für den Wohnwagen oder das Wohnmobil. Oft vermieten Landwirte überdachte Stellplätze oder einen Teil ihrer Scheunen. Bevor der Weg dorthin führt, ist jedoch noch etwas Arbeit angeraten. Die beginnt mit der Technik. Der Frischwassertank sollte gereinigt, desinfiziert und geleert werden. "Alle Wasserhähne und Ablassventile bleiben den Winter über geöffnet, um Frostschäden zu vermeiden", empfiehlt Puls. Gashähne hingegen werden geschlossen, die Gasschläuche und der Druckminderer von den Flaschen abgeschraubt.
Danach kommt die Außenhaut an die Reihe. Mit einem Hochdruckreiniger lassen sich auch hartnäckige Verschmutzungen lösen. "Wer das Pflegeprogramm komplettieren will, sollte den Aufbau mit einem Konservierungsmittel pflegen", rät Puls. Entsprechende Produkte gebe es im Fachhandel. Reine Autopflegemittel seien nicht zu empfehlen, da die Außenhaut zumeist aus Kunststoff bestehe. Dichtungen an Fenstern und Türen werden mit Talkum oder Glycerin eingerieben. Jetzt noch die Blechteile wachsen, Kurbelstützen fetten und die Reifen auf den maximalen empfohlenen Druck pumpen. Zur Entlastung der Pneus werden Wohnwagen und Wohnmobil auf die fahrzeugeigenen Kurbelstützen oder Scherenwagenheber gestellt.
Der Innenraum wird gründlich ausgesagt, einschließlich der Polster. Danach sollten Flächen und Boden feucht gewischt werden. Alle Möbelklappen und die Kühlschranktür bleiben den Winter über geöffnet - so kann die Luft besser zirkulieren. "Davon unabhängig sollte das Freizeitmobil im Winter regelmäßig gelüftet werden, allerdings nur bei trockenem Wetter", sagt Puls. Als letzten Punkt nennt er den Ausbau der Batterien: Sie sollten frostfrei und trocken gelagert werden - idealerweise mit einem Ladegerät, das eine Schaltstufe für eine sogenannte Erhaltungsladung besitzt.
dapd
