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26.03.2013 16:32 Uhr in Vermischtes

Zoll kassiert auch Croissants mit eingebackenen Geldscheinen

Ein- und Ausfuhrkontrolleure beschlagnahmen am Flughafen Rauschgift, Granatwerfer und Anabolika


Frankfurt/Main (dapd). Ganze 271.000 Euro in Croissants und Küchlein zu verbacken, ist eine handwerklich anspruchsvolle Arbeit. Eigentlich war der Mann, der dem Zoll am Frankfurter Flughafen im vergangenen Jahr bei der Ausreise mit seinem Proviantsortiment auffiel, aber kein Bäcker, sondern Textilhändler aus Magdeburg. Die von den Beamten aus dem Gebäck herausgepulten 500-Euro-Scheine erreichten den Zielort Saigon so wenig wie ihr Besitzer. Der Aufgriff war nur einer von vielen des Frankfurter Hauptzollamts im vergangenen Jahr. An Ein- und Ausfuhrabgaben kassierte es 2012 insgesamt 2,9 Milliarden Euro.

Die eigentlichen Zölle gehen an die EU, die Import- und Exportsteuern nach Berlin. "Deutschlandweit nimmt meine Behörde über die Hälfte der dem Bund zufließenden Steuern ein", sagt der Leiter des Frankfurter Hauptzollamts, Albrecht Vieth am Dienstag bei der Jahresbiklanz seiner Behörde. "Wir sind auch eine Einnahmeverwaltung, die Renten- und Sozialkassen bezuschusst." Für Vieths Amt arbeiten knapp 1.000 Beamte, viele davon am Flughafen, und sie beschlagnahmten im vergangenen Jahr unter anderem 800 Kilogramm Rauschgift, 11.973 Waffen - darunter Granatwerfer und Maschinenpistolen - sowie 1,8 Millionen Packungen illegaler Medikamente.

Hobbybäcker als Steuerhinterzieher

Jeder, der in die EU aus- oder einreist, muss dem Zoll melden, wenn er mehr als 10.000 Euro bar oder in Wertpapieren dabeihat. Als die Beamten vor einem Jahr mit dem Zählen des verbackenen Geldes bei dem Textilhändler fertig waren, wussten sie, dass es mit einer Strafgebühr nicht getan ist. Von da an war es ein Fall für die Frankfurter Zollfahndung, die in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ermittelt. Da der Mann eigene Banknoten unter den Teig gemischt hatte, war es am Ende keine Geldwäsche, aber Steuerhinterziehung. Das kostete ihn knapp 300.000 Euro, er musste die sichergestellte Summe noch ergänzen.

Ein großer Teil der in Frankfurt beschlagnahmten Medikamente waren Potenzmittel, die sich - oft als Nachbauten namhafter Marken - illegal im Gepäck Reisender befanden. Markus Tönsgerlemann, Chef der Frankfurter Zollfahndung, leitete 2012 auch 462 Ermittlungsverfahren wegen der Einfuhr von Dopingpräparaten ein, dreimal so viel wie 2011. "Und in Offenbach haben wir ein Untergrundlabor ausgehoben", berichtet der Fahnder.

Anabolika wird in Muckibuden unterm Tisch verkauft

Abnehmer der Dopingampullen sind nicht betrügerische Sportler olympischer Disziplinen, die bei ihren Manipulationen kaum ohne Ärzteteams auskommen. Was der Zoll kassiert, sind simple Anabolika, die in zwielichtigen Fitnessstudios an Kraft-"Sportler" verkauft werden, die Muskelberge anhäufen wollen. Im Sortiment eines 2012 in Wiesbaden aufgeflogenen Händlers fand der Zoll auch Beruhigungs- und Potenzmittel, denn Anabolikadoping belastet den Puls und schwächt die Manneskraft. "Die kaufen beim Dealer ein Rundum-Sorglos-Paket", berichtet ein Fahnder. Der Wiesbadener sitzt in Haft.

Ermittler Tönsgerlemann veranlasst auch "kontrollierte Weiterleitungen" von Schmuggelgut, das dem Zoll zum Beispiel am Flughafen in die Hände fällt. Die inkriminierte Sendung - nicht immer ist es Rauschgift - geht dann wie geplant an den Empfänger, der von dem behördlichen Teamwork nichts weiß. Als "Rosenholz" getarntes und deklariertes, rot eingefärbtes Elfenbein aus dem Kongo leitete der Zoll nach Absprache mit türkischen Kollegen an den Adressaten in Istanbul weiter. Das Lager des Schmuckhändlers am Bosporus war gut bestückt mit illegalem Elefantenstoßzahn, dessen Handel streng reglementiert ist. Der Mann wurde dingfest gemacht.

Die Beamten stellen am Flughafen aber auch lebende Tiere sicher. Eine Reisende führte vergangenes Jahr ein türkisches Pfirsichköpfchen, einen Sittich, eingewickelt in Papier im Gepäck mit sich. "Aus Tierliebe", nannte die Urlauberin als ihr Motiv.

dapd