Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin eG

Der erste Greifenverlag wurde 1919 in Hartenstein (Sachsen) gegründet. Ab 1921 war er im thüringischen Rudolstadt ansässig, dort ab September 1926 auf der Heidecksburg. Der Mitbegründer und Verleger Karl Dietz brachte zunächst die Werke von Karl Grünberg, Johannes R. Becher, Paul Zech und Max Hodann heraus. 1930 wurde aufgrund wirtschaftlicher Probleme die Produktion eingestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte der Rudolstädter Privatverlag 1945 als einer der ersten Verlage mit sowjetischer Lizenz wieder arbeiten. Es kamen unter anderem Lion Feuchtwanger, Victor Klemperer und Inge von Wangenheim als Autoren hinzu.

Nach dem Tod von Karl Dietz im Jahr 1965 verkaufte seine Tochter Gundel Dietz-Elgers den Verlag an den Staat, welcher diesen in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) umwandelte. Von da an verlor der Greifenverlag an literarischem Einfluss und verlegte zunehmend Unterhaltungsliteratur, darunter die Greifenkrimis.

Im Januar 2009 gründeten die Verleger Matthias Oehme, Frank Schumann und Holger Elias den Greifenverlag in Berlin neu. Seit dem 15. Mai 2009 hat das Verlagshaus als Verlagsgenossenschaft seinen Sitz wieder im thüringischen Rudolstadt. Nach der Auflösung der von den drei gegründeten Gesellschaft bürgerlichen Rechts im Mai 2009 wird der Verlag als Genossenschaft geführt.

Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin
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