05.04.2017 14:37 Uhr in Schule & Universität

6. April 2017: Die ABMC beginnt die Gedenkfeier zum 100. Jahrestag des offiziellen Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg

(Mynewsdesk) ARLINGTON, VA--(Marketwired - 5. April 2017) - Die American Battle Monuments Commission (ABMC) wurde zunächst gegründet, um in Europa Gedenkstätten für den „Großen Krieg" zu errichten, und übernahm später die Betreuung aller amerikanischen Soldatenfriedhöfe im Ausland aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Jetzt, 100 Jahre später, dienen die ehrwürdigen Stätten der ABMC-Friedhöfe als Mahnmal und veranschaulichen die Ehrerbietung und den Respekt, der Amerikanern entgegengebracht wird, die in den US-Streitkräften dienten und ihr Leben ließen. Während der Hundertjahrfeier anlässlich des Beitritts der USA in den Ersten Weltkrieg werden neue Ausstellungen, Veranstaltungen und Anschauungsmaterial von der ABMC zur Verfügung gestellt, um diesem Teil der amerikanischen Geschichte zu gedenken. Dazu gehören:

* eine neue Gemeinschaftsausstellung mit dem Arlington National Cemetery

* ein renoviertes Besucherzentrum auf dem Flanders Field American Cemetery

* ein neuer Film über den Flanders Field American Cemetery

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Der US-Kongress erklärte Deutschland am 6. April 1917 den Krieg, womit die USA formell in den Ersten Weltkrieg eintraten. Vor dem Hintergrund von 4 Millionen US-Bürgern im Militärdienst während des Krieges, von denen mehr als 115.000 ihr Leben verloren, sind die Auswirkungen des „Großen Krieges" nicht zu unterschätzen. Für US-Amerikaner war dieses Erlebnis von Krieg und Verlust etwas sehr Persönliches und sie erwarteten daher von ihrer Regierung, die Gefallenen des Krieges zu ehren und ihnen zu gedenken. Der Erste Weltkrieg war der Anlass für die Gründung derAmerican Battle Monuments Commission (ABMC) – eine wegweisende Entscheidung der amerikanischen Regierung darüber, wie wir als Nation diejenigen ehren, die ihr Leben für uns geopfert haben.

Wie die USA in den Ersten Weltkrieg verwickelt wurden

Die USA blieben in der Anfangsphase des Krieges offiziell neutral, doch die öffentliche Meinung wendete sich schnell gegen Deutschland. Als der Krieg begann, marschierte Deutschland in das neutrale Belgien ein und verrichteten dort Gräueltaten. Die Einführung von Gasangriffen und die Verwendung von Zeppelinen durch Deutschland, um Städte zu bombardieren, trug zu der negativen Berichterstattung über Deutschland bei. Einige Amerikaner konnten es nicht abwarten, den „Hunnen" zu bekämpfen.

Freiwillige fanden Wege, um sich der britischen, kanadischen, französischen und anderen Armeen anzuschließen, und traten in Scharen der französischen Fremdenlegion bei. (Die Fremdenlegion bot einen Weg, die US-Staatsbürgerschaft beizubehalten, da Freiwillige der Legion und nicht Frankreich die Treue schworen.) Diese wurde dadurch zu einem Rekrutierungsfeld für Organisationen mit US-Bediensteten wie die Lafayette Escadrille und der Lafayette Flying Corps. Andere Amerikaner dienten als Zivilisten beim amerikanischen Roten Kreuz, Norton-Harjes Ambulance Service und ähnlichen Organisationen. Die Presse wurde auf diese Freiwilligen als Quelle von ergreifenden und aufregenden Berichterstattungen von der Front aufmerksam. Ihre Dienst- und Opferbereitschaft inspirierte viele neutrale amerikanische Beobachter, das Bestreben der Alliierten zu unterstützen.

In den Anfangsstadien des Krieges hatten sowohl Großbritannien als auch Deutschland eine Seeblockade verhängt, jedoch mit sehr unterschiedlichen Wegen und Mitteln. Die britische Blockade war von herkömmlicher Art, bei der Schiffe an der Oberfläche abgefangen wurden und die Sicherheit der Schiffsbesatzungen garantiert wurde. Die Deutschen verließen sich auf U-Boote, für die eine starke Motivation bestand, ohne Warnung zuzuschlagen, da sie beim Auftauchen leicht angreifbar gewesen wären. Die USA hätten Deutschland bereits nach dem Versenken der RMS Lusitania im Mai 1915, wobei 128 Amerikaner ihr Leben verloren, beinahe den Krieg erklärt. Weitere Schiffe wurden versenkt und es folgten amerikanische Proteste, doch Deutschland entschied sich mit der Zeit lieber zum Einlenken, als gegen die USA in den Krieg zu ziehen. Deutschland versprach, keine Passagierschiffe mehr anzugreifen und die Besatzungen anderer Schiffe sicher zu evakuieren. Das beschwichtigte die USA zunächst.

Präsident Wilson versuchte ein Ende des Krieges auszuhandeln, jedoch mit wenig Erfolg. Um ein Provozieren Deutschlands zu verhindern und zum Teil aus haushaltstechnischen Gründen, hatte die Wilson-Administration die amerikanischen Streitkräfte schwach gehalten. Die Armee blieb bedauernswert klein – Marineflotten waren unterbesetzt und die Besatzungen unzureichend ausgebildet. Wilson punktete bei Pazifisten und Neutralitätsverfechtern und wurde 1916 wiedergewählt, teilweise auch aufgrund seiner isolationistischen Haltung und dem Wahlslogan „He kept us out of war" (er hat uns aus dem Krieg herausgehalten).

Anfang 1917 führten Veränderungen auf der Weltbühne dazu, dass die USA ihre neutrale Haltung aufgeben mussten. Das Russische Reich stand kurz vor dem Zusammenbruch und die Deutschen, verzweifelt durch jahrelangen Krieg und die britische Seeblockade, sahen einen Weg zum Sieg. Deutschland glaubte, dass eine uneingeschränkte U-Boot-Kriegsführung Großbritannien noch vor dem eventuellen Eingreifen der unvorbereiteten US-Streitkräfte besiegen würde, und setzte daher am 1. Februar 1917 den Seekrieg fort. Die Deutschen versuchten außerdem, mit Mexiko gegen die USA mittels des berühmten „Zimmermann-Telegramms" zu konspirieren. Das von Großbritannien abgefangene Telegramm wurde am 1. März in der amerikanischen Presse veröffentlicht, was daraufhin zum Versenken von fünf amerikanischen Handelsschiffen noch im selben Monat führte. Die amerikanische Bevölkerung, die das Anliegen der Alliierten bereits moralisch unterstützte, war entsetzt. Die USA waren am Scheitelpunkt angelangt.

Präsident Wilson bat den Kongress um eine Kriegserklärung und erhielt diese am 6. April 1917. Wilson beschrieb diesen Krieg, den er so lange zu vermeiden versucht hatte, als einen „Krieg, um alle Kriege zu beenden" und als ein Bestreben, „die Welt für die Demokratie sicher zu machen". Das amerikanische Volk rückte zusammen, um dieses großartige Bestreben zu unterstützen, und war vereinter denn je zuvor. E pluribus unum.

Über ABMC: Der American Battle Monuments Commission wurde im Jahr 1923 vom US-Kongress gegründet und gedenkt dem Einsatz, den Errungenschaften und der Opferbereitschaft der US-Streitkräfte. Die ABMC verwaltet 26 Soldatenfriedhöfe im Ausland und 27 Gedenkstätten, Denkmäler und Mahnmäler.

Bild verfügbar: http://www.marketwire.com/library/MwGo/2017/4/3/11G134907/Images/111_sc_WW1_37718_suresnes_(2)_(1)-a3a67c56e8d3b6d3b7a4b77dd326bd14.jpg

MEDIENKONTAKT: Sarah Herrmann 1-703-696-6896 herrmanns@abmc.gov

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