04.12.2013 09:54 Uhr in Sport

Nadine Keßler: Profifußballerin startet auch beruflich durch

Duales Bachelor-Studium ist optimal für Leistungssportler


(Mynewsdesk) Das Fußball-Gen wurde Nadine Keßler schon in die Wiege gelegt. Bereits früh hat sie die Schuhe geschnürt und ist für ihren Heimatverein in einer Jungenmannschaft aufgelaufen. Mit 16 wechselte sie zu den Damen des 1. FC Saarbrücken und spielte in der 1. Bundesliga. Mit ihrem aktuellen Verein VfL Wolfsburg hat sie in diesem Jahr als erste deutsche Mannschaft der Geschichte das Triple perfekt gemacht und wurde Europameisterin mit der Nationalmannschaft. Trotz dieser Erfolge möchte sie ihre berufliche Laufbahn neben der sportlichen nicht vernachlässigen.

In einer fußballbegeisterten Familie war es für Nadine Keßler schon immer klar, dass sie Fußball spielt. „Ich bin einfach damit aufgewachsen und war fast jedes Wochenende auf dem Sportplatz“, so die in Weselberg bei Landstuhl geborene Pfälzerin. Das lag unter anderem auch daran, dass ihre Mutter das dortige Vereinsheim bewirtete. „Und dann war für mich klar, dass ich Fußball spielen wollte. Bis zur B-Jugend habe ich immer mit den Jungs zusammen gespielt. Das war einfach so und hat sehr viel Spaß gemacht.“

Dann musste Nadine eine Entscheidung treffen. Denn ab einem gewissen Alter dürfen Frauen nicht mehr in Herrenmannschaften mitspielen. „Zum spätmöglichsten Zeitpunkt, so mit etwa 16 Jahren, bin ich dann in ein reines Damenteam gewechselt, zum 1. FC Saarbrücken. Dort habe ich dann auch meine zweite Heimat gefunden.“ Hier hat sie direkt sportlich Fuß gefasst und in der 1. Frauen-Bundesliga mit den frisch aufgestiegenen Saarbrückern gespielt.

Einstieg in die Sportfördergruppe der Bundeswehr
Um ihren Leistungssport finanzieren zu können, hat sich Nadine Keßler nach ihrem Abitur der Sportfördergruppe der Bundeswehr angeschlossen. „Das war einfach wichtig, weil man vom Frauenfußball im Gegensatz zu den Männern nicht leben kann. Daher war ich sehr dankbar, dass ich bei der Bundeswehr untergekommen bin.“ So absolvierte sie dort ihre Grundausbildung und kickte nebenher in der saarländischen Landeshauptstadt.

Duales Studium an der Deutschen Hochschule
„Für mich war die logische Konsequenz, dass ich mir schon möglichst früh in meiner fußballerischen Karriere ein festes Standbein durch ein passendes Studium schaffen wollte“, erklärt Nadine Keßler. „Dabei bin ich auf die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und ihr besonderes Studiensystem aufmerksam geworden.“ Das spezielle Studiensystem verbindet eine betriebliche Ausbildung und ein Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen. „Besser eignet sich kein System für die Kombination von Leistungssport und Ausbildung. So war die Entscheidung für mich klar, dass ich dort studieren wollte.“ Nadine Keßler entschied sich für den Abschluss „Bachelor of Arts“ im Studiengang Fitnessökonomie.

Hohe Flexibilität im Studium sehr förderlich
Wie Nadine Keßler findet, war die hohe Flexibilität, die sie im Studium auch von Seiten der Hochschule genoss, sehr angenehm. „Wenn wir mal unterwegs waren für ein Auswärtsspiel während der Woche, dann konnte ich meine Präsenzphasentermine nicht wahrnehmen. Ich habe im Studiensekretariat angerufen und mir wurden direkt Alternativtermine genannt, das war super. So musste ich mir nie große Sorgen machen, dass ich etwas verpasse. Lernen konnte ich ja dann auch auf längeren Busfahrten und zwischen den Trainings.“ Was für Nadine Keßler auch sehr angenehm war: „Ich habe zu meiner Saarbrücker Zeit im Haus der Athleten auf dem Gelände des Landessportverbandes für das Saarland (LSVS) gewohnt. Daher war die Zentrale der DHfPG direkt in meiner Nachbarschaft.“

Insgesamt hat Nadine Keßler ihr Studium um ein Jahr verlängert, was „überhaupt kein Problem gewesen ist. Ich habe auch mal das Studienzentrum gewechselt und Präsenzphasen in Berlin oder Köln absolviert. Egal, wo ich Probleme hatte, die Hochschule hat mich immer, so gut es ging, unterstützt. Dafür bin ich auch sehr dankbar“, so die Pfälzerin.

Sportlicher Wechsel nach Potsdam
Nachdem die passionierte Fußballerin nach fünf Jahren mit Saarbrücken wieder aus der zweiten Bundesliga in die 1. Liga aufgestiegen ist und sogar das Finale des DFB-Pokals erreicht hat, wechselte sie zum 1. FFC Turbine Potsdam, wo sie dann insgesamt zwei Saisons bleiben sollte. „Ich habe mich für diesen Schritt entschieden, weil ich sportlich noch weiter kommen wollte. Außerdem war ich kurz vor dem Ende meines Studiums. Deshalb war es mir wichtig, mich auch hier nochmal neu zu orientieren.“

Wechsel zum VFL Wolfsburg – Abschluss des Studiums
Nach dem Engagement bei Potsdam zog es die Pfälzerin weiter in die VW-Stadt zum VfL Wolfsburg. „Die Struktur und das ganze drum herum haben mir wirklich sehr zugesagt. Dort durfte ich dann auch in der Geschäftsstelle mitarbeiten.“ Im Jahr 2011 schrieb sie dann auch ihre Bachelor-Thesis. „Passend zur Weltmeisterschaft der Frauen im eigenen Land habe ich mir das Thema „Analyse der wirtschaftlichen und marketingpolitischen Auswirkungen des Events Frauenfußball WM 2011 auf die Frauenabteilung des VfL Wolfsburg“ ausgesucht. Das war nicht nur sehr interessant für mich persönlich, sondern auch für den Verein im Allgemeinen.“

Heute: Arbeit im Projektmanagement bei „Karma“
Heute arbeitet Nadine Keßler im Projektmanagement bei der Werbeagentur „Karma“. „Besonders mit meinem betriebswirtschaftlichen Knowhow, das mich am Studium sehr interessiert hat, konnte ich bei Karma Fuß fassen. Hinzu kommt, dass die Agentur auch viel mit Sportvereinen, wie auch Wolfsburg zusammenarbeitet. Da war meine Kombination aus Sport und BWL natürlich optimal und sehr förderlich.“ Aktuell arbeitet Nadine Keßler dort 20 Stunden in der Woche. „Das ist auch gut so, ich brauche auch den Ausgleich zum Sport. Morgens habe ich Training, dann arbeite ich über den Mittag vier Stunden in der Agentur, anschließend geht es wieder ins Training.“

Neben ihrer Arbeitsstelle ist Nadine Keßler auch sehr glücklich bei ihrem Verein. „Es passt einfach alles im Moment. Ich bin froh im Job, habe ein super Team in Wolfsburg und bin auch wieder Nationalspielerin.“ So hat Keßler jedes Spiel der diesjährigen Frauen-EM bestritten und damit maßgeblichen Anteil am Sieg der Europameisterschaft in Schweden. Es war die erste große internationale Endrunde, an der sie mit Deutschland teilnahm und direkt der Sieg.

Teil der ersten Triple-Mannschaft Deutschlands
Beim VfL Wolfsburg ist Nadine Keßler außerdem Teil der ersten deutschen Mannschaft in der Geschichte des Fußballs, die das Triple aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Gewinn der Champions League geschafft hat. Denn das Ganze fand wenige Tage vor dem Triumpf Herren vom FC Bayern München statt. „Das war ein super Gefühl, dass wir das geschafft haben. Es war ja unser erstes Jahr in der Champions League und dann haben wir auch noch direkt gewonnen“, erinnert sich Nadine Keßler noch gerne an diese Wochen.

Was die Zukunft noch bringt
Wie ihre nächsten Schritte aussehen, weiß Nadine schon relativ genau: „Ich will mich auf jeden Fall jetzt in Wolfsburg und auch der Fußball-Nationalmannschaft weiter etablieren und für weitere Aufgaben empfehlen. Darüber hinaus ist mir aber auch mein Beruf und die Karriere nach der Karriere wichtig.“ Deshalb denkt sie auch darüber nach, ob in der nächsten Zeit nicht ein Master-Studium sinnvoll wäre. „Ich könnte mir auch durchaus den nun neu startenden MBA Sport-/Gesundheitsmanagement an der DHfPG vorstellen. Gerade mit der Spezialisierungsrichtung Sportökonomie würde das genau in mein Aufgabenfeld passen.“

Weitere Informationen zum dualen Bachelor-Studium an der Deutschen Hochschule: www.dhfpg.de

Über die Deutsche Hochschule

Mit einem Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG qualifizieren sich die Studierenden zu Fach- und Führungskräften für den Wachstumsmarkt Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit. Die Bachelor-Studiengänge Sportökonomie, Fitnesstraining, Fitnessökonomie, Gesundheitsmanagement und Ernährungsberatung der Hochschule verbinden eine betriebliche Ausbildung mit einem Fernstudium und Präsenzphasen an Studienzentren in Deutschland (bundesweit), Österreich oder der Schweiz und schließen mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ ab. Darüber hinaus wird der Studiengang "Master of Arts" Prävention und Gesundheitsmanagement angeboten, der ein Fernstudium mit Präsenzphasen verbindet. Zum Sommersemester 2014 startet der neue Studiengang "MBA Sport-/Gesundheitsmanagement".

„Beruflich besonders qualifizierte Personen“ können ohne Abitur/Fachhochschulreife zum Bachelor-Studium zugelassen werden. Liegen die persönlichen Voraussetzungen vor, ist eine Förderung durch BAföG möglich. Mittlerweile studieren an der Hochschule bereits über 4.000 angehende Fach- und Führungskräfte für die Zukunftsbranche. Die Anmeldung zum Bachelor-Studium ist jederzeit möglich, eine Anmeldung zum Master-Studium zum Sommer-/Wintersemester . Alle Bachelor- und Master-Studiengänge der Hochschule sind akkreditiert und staatlich anerkannt.

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