Pressemitteilung

01.10.2013 15:42 Uhr in Unternehmen und Finanzen

Amazon: Expansion ist keine Verlagerung – Beschäftigte brauchen Schutz durch Tarifverträge

(Mynewsdesk) Mit Berichten über Pläne des Versandhandelsunternehmens Amazon, demnächst drei Logistikzentren in Polen und Tschechien aufzubauen, werden aktuell bei den Amazon-Beschäftigten Ängste geschürt, dass der US-Konzern Teile seines Deutschland-Geschäfts nach Osteuropa verlagern könnte. „Amazon expandiert im großen Stil, auch in Deutschland“, betonte Stefanie Nutzenberger, für den Handel zuständiges Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), am Dienstag. So werde der Standort Koblenz ausgebaut, in Brieselang bei Berlin entstehe derzeit ein neues Amazon-Logistikzentrum.

„Die Expansion in einem Wachstumsmarkt als mögliche Verlagerungen erscheinen zu lassen, gehört zu den Klassikern der Angstmache, um Beschäftigte einzuschüchtern, damit sie ihre berechtigten Ansprüche nicht geltend machen“, sagte Nutzenberger. „Aber gerade deshalb gilt: Nur Tarifverträge bieten den Beschäftigten, nicht nur bei Amazon, den nötigen Schutz ihrer Arbeits- und Entlohnungsbedingungen. Dafür wird sich ver.di mit den Beschäftigten aller deutschen Amazon-Standorte weiter einsetzen.“

Gerade weil Amazon ein international agierender Versandhandelskonzern sei, suche ver.di schon seit längerem das Gespräch und den gegenseitigen Informationsaustausch mit Schwestergewerkschaften etwa in den USA oder in Frankreich. Noch in dieser Woche würden zudem Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen der polnischen Gewerkschaft Solidarno?? über die mögliche Ansiedlung von Amazon in Polen geführt.

Pressekontakt:
Christoph Schmitz
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
Fax: 030/6956-3001
E-Mail: pressestelle@verdi.de

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