Pressemitteilung

02.07.2014 07:00 Uhr in Unternehmen und Wirtschaftspolitik

Führungskräfte zur Frauenquote: Flucht aus Mitbestimmung über Europa verhindern

Als lückenhaft kritisiert der Führungskräfteverband ULA den Gesetzentwurf zur Einführung einer Frauenquote von 30 Prozent in mitbestimmten und börsennotierten Unternehmen.


(Mynewsdesk) Als lückenhaft kritisiert der Führungskräfteverband ULA den Gesetzentwurf über die Einführung einer Frauenquote von 30 Prozent in mitbestimmten und börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Die Führungskräfte fordern die volle Anwendung der Quote auch auf Europäische Aktiengesellschaften (SE) mit Sitz in Deutschland.

Derzeit enthält der Gesetzentwurf lediglich eine Bestimmung, derzufolge in einer SE mit paritätisch besetztem Aufsichtsrat die 30-Prozent-Quote erreicht werden soll, aber nicht zwingend muss. „Damit setzt der Gesetzgeber einen Anreiz für eine Flucht aus mitbestimmungspflichtigen deutschen Rechtsformen in die SE“, urteilte ULA-Präsident Dr. Roland Leroux auf einer Tagung zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ des Europäischen Führungskräfteverbandes „CEC – European Managers“ in Cannes. „Wenn der Konsens besteht, eine Quote einzuführen, dann muss man sie auch richtig umsetzen“, ergänzt Leroux. Juristisch dürfe es keine Schlupflöcher geben.

Nach geltendem Recht werden die Modalitäten der Mitbestimmung auf Unternehmensebene bei einer SE-Gründung – oder bei der Umwandlung eines bestehenden Unternehmens in eine SE – zwischen dem Unternehmen und den gewählten Arbeitnehmervertretern ausgehandelt. Aus Sicht der ULA darf die Vermeidung einer Frauenquote im Aufsichtsrat eines in Deutschland ansässigen Unternehmens kein alleiniges Motiv für einen Wechsel der Rechtsform sein. ULA-Präsident Leroux betont: „Der Gesetzgeber sollte alle gesetzgeberischen Möglichkeiten ausschöpfen, um dies sicherzustellen.“ Keinesfalls dürfe das bewährte Prinzip der Unternehmensmitbestimmung über den Umweg einer Europäischen Gesellschaft ausgehebelt werden.

ULA – Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände

Die Führungskräftevereinigung ULA ist das politische Sprachrohr aller Führungskräfte in Deutschland. In Berlin und Brüssel vertritt die Vereinigunh ihre Interessen in der Arbeits-, Steuer-, Sozial- und Bildungspolitik gegenüber Regierung und Parlament. Mit dreizehn Mitgliedsverbänden und insgesamt über 50.000 Mitgliedern bildet die ULA als Dachverband den größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.

Herr Klaus Bernhard Hofmann

ULA – Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände
Kaiserdamm 31
14057 Berlin

EMail:Kontakt aufnehmen
Website:www.ula.de
Telefon:+49 30 3069630
Fax:+49 30 30696313
<h1>Führungskräfte zur Frauenquote: Flucht aus Mitbestimmung über Europa verhindern</h1><h2>Als lückenhaft kritisiert der Führungskräfteverband ULA den Gesetzentwurf zur Einführung einer Frauenquote von 30 Prozent in mitbestimmten und börsennotierten Unternehmen.</h2><br/>
 
Weitere Pressemitteilungen
 

Führungskräfte: Flüchtlingskrise solidarisch meistern

Angesichts der Ausschreitungen und Brandstiftungen gegen Flüchtlingsheime in Deutschland hat die Führungskräftevereinigung ULA Politik, Wirtschaft und Bevölkerung aufgefordert, ...

28.08.2015 07:00 Uhr in Politik und Sozialpolitik
 

Führungskräfte fordern Koalition zum Handeln bei Flexi-Rente auf

Die Führungskräftevereinigung ULA kritisiert den anhaltenden Stillstand bei den Verhandlungen innerhalb der Großen Koalition über eine „Flexi-Rente“. „Der ...

10.08.2015 15:09 Uhr in Sozialpolitik und Politik
 

Führungskräfte fordern Zuwanderungsgesetz und Umdenken der CDU

Deutschlands Führungskräfte sprechen sich für ein Zuwanderungsgesetz aus. Daher begrüßt die Führungskräftevereinigung ULA die Ankündigung der CDU, beim ...

28.07.2015 07:00 Uhr in Politik und Wirtschaftspolitik