Pressemitteilung

01.09.2014 09:57 Uhr in Vermischtes und Politik

14 Tierschutzaktivisten auf den Färöer-Inseln verhaftet – WDSF stellt Strafanzeige gegen Polizei

(Mynewsdesk) In einer beispiellosen Aktion der Polizei der Färöer-Inseln in Kooperation mit der dänischen Polizei und unter Einsatz von Schiffen der dänischen Marine wurden am Samstag 14 Aktivisten der Organisation Sea Shepherd verhaftet und drei ihrer Boote beschlagnahmt. Die Tierschützer aus den Ländern Frankreich, Südafrika, Spanien, Italien und Australien wollten eine Herde von Grindwalen vor dem sicheren Tod bewahren. Durch das Eingreifen der Polizei gelang dies nicht, sodass 35 Tiere dieser Delfinart in einem Strandbereich blutig und grausam abgeschlachtet wurden. Erst in der letzten Woche waren fünf artengeschützte Schnabelwale getötet worden.

Der Geschäftsführer des deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), Jürgen Ortmüller, stellte gleichentags Strafanzeige gegen die beteiligten Polizeieinheiten. Ortmüller: „Ich war mit einem Tierschutzfreund von ProWal, Andreas Morlok, Anfang August noch auf der Inselgruppe im Nordatlantik um gegen das teilweise tausendfache Abschlachten von Grindwalen und anderer Delfinarten zu demonstrieren. Im Vorgespräch unserer Aktivitäten hatte uns die aufsichtführende dänische Polizei auf den Färöer-Inseln neue Rechtsgrundlage zum Verhalten bei einer Grindwaljagd übergeben. Demnach dürfen nichtauthorisierte Personen neuerdings nicht mehr an den Jagden und Strandschlachtungen teilnehmen und müssen einen Abstand von etwa 1,5 Kilometer von der jeweiligen Schlachtbucht halten. An der brutalen Abschlachtung am Samstag im Inselbereich von Sandoy waren jedoch mehrere Kinder zugegen, sodass dieses Walmassaker gegen die eigenen Rechtsgrundlagen verstoßen hat. Die Beweislage ergibt sich aus einem Video des färöischen Fernsehens KVF.“

Das WDSF forderte in seiner Strafanzeige die sofortige Freilassung der Sea Shepherd-Aktivisten mit der Begründung, dass die Jagd selbst irregulär war. Im Laufe des Sonntags wurden alle 14 Tierschützer von der Polizei freigelassen und sollen heute einem Schnellgericht zugeführt werden. Die drei Sea Shepherd-Boote bleiben vorläufig bis zu einer weiteren geplanten Gerichtsverhandlung Ende September beschlagnahmt

Das WDSF hatte erst in der letzten Woche die deutschen Kreuzfahrtunternehmen AIDA, TUI und Hapag Lloyd aufgefordert, ihre anstehenden Anlandungen auf den Färöer-Inseln zu stoppen. Gäste mit Kindern könnten Augenzeugen  der grausamen und blutigen Walmassaker werden und traumatisiert werden, hieß es. Ebenso bestehe die Gefahr, dass die Touristen bei ihren Landgängen das hochgradig mit Quecksilber und PCB‘s belastete Walfleisch in Restaurants zu sich nehmen könnten, zumal es oft nicht auf der Speisekarte als solches deklariert sei und sich auf Fischbuffets befinden würde. Die dänische Zeitung „The Copenhagen Post“ berichtete gestern über die WDSF-Forderung.

Hapag Lloyd-Chef, Karl Pojer, schrieb nach der WDSF-Aufforderung in der letzten Woche sofort einen Brief an den Premierminister der Färöer-Inseln und forderte, den Walfang zu stoppen. Allerdings hatte die AIDA-Umweltbeauftragte Monika Griefahn dies in Kooperation mit dem WDSF bereits letztes Jahr ebenfalls in einem Appell ohne Erfolg gefordert. Danach wurden bis heute über eintausend Grindwale und Delfine an den Stränden und in den Häfen der Inselgruppe getötet. Das Fleisch wandert kostenlos überwiegend in die Kühltruhen der Färinger. Ortmüller: „ Ich hoffe nach dem jetzigen Walfanggemetzel auf die Einsicht der deutschen Kreuzfahrtunternehmen, ihre Färöer-Anlandungen im Interesse ihrer Gäste zu stoppen, aber auch um Akzente gegenüber der Färöer-Regierung zu setzen, bis der unzeitgemäße Walfang gestoppt ist.

WDSF-Infos:

http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen/faeroeer-walfang

http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen/faeroeer-walfang/aida-faeroeer-kreuzfahrten

https://www.facebook.com/delfinschutz






Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Wal- und Delfinschutz-Forum gUG (WDSF).

Wal- und Delfinschutz-Forum gUG (WDSF)

Das WDSF kooperiert international mit Wissenschaftlern: http://www.wdsf.eu/index.php/wissen/wissenschaft/wissenschaft-aktuell, Politikern: http://beate-walter-rosenheimer.de/bayern-pressemitteilungen/288-bundestag-gr%C3%BCne-fordern-ende-der-delfinhaltung-in-deutschland.html, anderen Organisationen und : http://dolphinproject.org/blog/post/protecting-dolphins-in-germany-switzerlandWal- u. Delfinschützern: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/tierschuetzer-fordern-freiheit-fuer-duisburgs-delfine-id6513429.html. Das WDSF ist keine Mitglieder/Spenden-Organisation und unabhängig von anderen Institutionen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützen die WDSF-Aktionen: http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen. Aufgrund des notariellen Gesellschaftsvertrages beziehen weder die WDSF-Geschäftsführung noch andere Personen Gehälter oder Zuwendungen. Raum- und Telekommunikationskosten werden durch die Geschäftsführung
privat gesponsert. Der Verwaltungsaufwand ist daher äußerst gering. Das WDSF arbeitet in seinem Kuratorium ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, Fachleuten, Wissenschaftlern und (Meeres-)Biologen: http://www.wdsf.eu/index.php/home/kuratorium zusammen.


.

<h1>14 Tierschutzaktivisten auf den Färöer-Inseln verhaftet – WDSF stellt Strafanzeige gegen Polizei</h1>
 
Weitere Pressemitteilungen
 
Kostenfreier Aufenthalt für Kinder unter zwölf in ausgewählten Fernzielen von Club Med (Pressemitteilung)

Kostenfreier Aufenthalt für Kinder unter zwölf in ausgewählten Fernzielen von Club Med

Der Pionier des Cluburlaubs bereitet Familien eine nachträgliche Oster-Überraschung. Der Winterurlaub ist vorbei, die Osterferien gehen zu Ende, höchste Zeit also, in die Sommer- und Herbst-Urlaubsplanung zu gehen. Clevere Familien nutzen jetzt ein besonders verlockendes Angebot von Club Med: Der Aufenthalt für Kinder unter zwölf Jahren ist kostenfrei in vielen ...

19.04.2017 17:48 Uhr in Reise
Pressemitteilung enthält BilderBild
 
Working Holiday in Kanada für Österreicher (Pressemitteilung)

Working Holiday in Kanada für Österreicher

Österreichische Staatsbürger zwischen 18 und 30 Jahren haben ab sofort die Möglichkeit bis zu 12 Monate in Kanada zu reisen, zu arbeiten und Geld zu verdienen. Ermöglicht wird der Working Holiday Aufenthalt durch das SWAP Visum. 25 SWAP Visa sind exklusiv für das AIFS Au Pair Kanada Programm reserviert. 5 SWAP Visa werden über ein Gewinnspiel (Laufzeit:18. April ...

19.04.2017 15:33 Uhr in Vermischtes
Pressemitteilung enthält BilderBild
 
gamesweek: Matchmaking mit internationalen Netzwerkkontakten  (Pressemitteilung)

gamesweek: Matchmaking mit internationalen Netzwerkkontakten

Initiativen games:net und BerlinBalticNordic.net mit Veranstaltung und Speakern beim Treffen der Spielebranche vertreten Das media:net berlinbrandenburg reiht sich mit seinen Initiativen games:net und BerlinBalticNordic.net in die zahlreichen Veranstaltungen unter dem Dach der International Games Week ein. Ein Networking-Highlight der Woche ist das Matchmaking Dinner am 25. April. Es versammelt ...

19.04.2017 14:06 Uhr in Multimedia
Pressemitteilung enthält BilderBild