Pressemitteilung

30.07.2010 15:25 Uhr in Vermischtes

Baum gepflanzt

Nachfahren von Ernst Abbe zu Gast bei Carl Zeiss in Jena

(ddp direct) Schweizer Familie auf den Spuren ihres berühmten Vorfahren


Barbara Brugger-Scherrer, eine Urenkelin Ernst Abbes (1840-1905), besuchte gemeinsam mit ihrer Tochter, ihrem Schwiegersohn und deren Söhnen das Unternehmen Carl Zeiss in Jena.

Die in der Schweiz lebende Familie verbringt ihren Sommerurlaub in Thüringen. Dr. Klaus Wette, ein Urenkel Abbes und ein Cousin Brugger- Scherrers, war ebenfalls beim Unternehmens- besuch dabei. Die Gäste – Nachkommen von Ernst Abbe in drei Generationen – erhielten bei einem Rundgang durch das Werk einen aktuellen Einblick in die Mikroskopie und die Optikproduk- tion von Carl Zeiss. Besonderes Interesse zeigten sie auch für das Unternehmensarchiv, wo Ihnen Dr. Wolfgang Wimmer, Leiter des Archivs von Carl Zeiss, Originaldokumente, z. T. mit handschriftlichen Notizen Abbes, zeigte und erläuterte. Zu Ehren ihres berühmten Vorfahren pflanzte die Familie einen Ginkgo-Baum auf dem Werksgelände von Carl Zeiss.

Dorothee Chaperon, die Tochter Brugger- Scherrers, und ihre drei Söhne waren zum ersten Mal in Jena und bei Carl Zeiss. Brugger-Scherrer begründete den Besuch: „Ich bin hier aufgewachsen und meine Familie hat sich gewünscht, meine alte Heimat kennenzulernen. Bis jetzt wussten meine Enkel noch nicht viel über die Leistungen Ernst Abbes als Wissenschaftler, Unternehmer und Sozialreformer. In Jena und besonders bei Carl Zeiss möchte ich ihnen ein Stück Familien- , Sozial- und Firmengeschichte weitervermitteln. Ich selbst konnte mir das Werk schon 2005, zum 100. Todestag meines Urgroßvaters, ansehen.“

Die von Ernst Abbe entwickelte Theorie der optischen Abbildung im Mikroskop machte ihn zum Begründer der wissenschaftlichen Optik. So verschaffte Abbe dem Unternehmen Carl Zeiss einen enormen technologischen Vorsprung vor anderen Mikroskopherstellern.

„Als einer der ersten Unternehmer schuf Abbe eine systematische Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und industrieller Fertigung. Es ist uns eine besondere Ehre, Frau Brugger-Scherrer und ihre Familie bei Carl Zeiss begrüßen zu dürfen“, sagte Wimmer, der die Gäste an dem Tag durch das Werk begleitete. Durch Abbes Wirken entstand damals in Jena das erste Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und Forschung.

Diese enge Verflechtung, die bis heute für das Unternehmen von großer Bedeutung ist und täglich gelebt wird, wird auch durch den Baum symbolisiert, den die Familie zu Ehren ihres berühmten Vorfahren pflanzte. Er setzt eine von der benachbarten Fachhochschule Jena begonnene Allee auf ZEISS Gelände fort. Bereits der Familienverband Zeiss pflanzte hier einen Baum, um den Firmengründer zu würdigen.