Pressemitteilung

02.10.2017 14:27 Uhr in Vermischtes und Gesundheit

„Care today, cure tomorrow“ - 27. Konferenz von Alzheimer Europe in Berlin eröffnet

(Mynewsdesk) Berlin, 2. Oktober 2017. Unter dem Titel „Care today, cure tomorrow” beginnt heute die 27. Konferenz von Alzheimer Europe (AE). Eröffnet wird die Veranstaltung von AE-Präsidentin Iva Holmerová. Sie begrüßt die 750 Teilnehmenden aus 42 Ländern in Berlin. Alzheimer Europe ist der Dachverband der europäischen Alzheimer-Gesellschaften und richtet einmal im Jahr einen Kongress in wechselnden Ländern aus. In den nächsten zwei Tagen werden in 181 Vorträgen und auf 216 wissenschaftlichen Postern Forschungsvorhaben und Projekte präsentiert sowie Erfahrungen ausgetauscht.

Besonders begrüßt Iva Holmerová, dass auch 38 Menschen mit Demenz an der Konferenz teilnehmen: “Wir freuen uns, dass wir bei dieser Konferenz nicht nur über Menschen mit Demenz sprechen, sondern auch mit ihnen, und dass sie an die Gestaltung des Event mitgewirkt haben“.

In der Eröffnungsveranstaltung wird Demenz als eine der zentralen Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit in Europa thematisiert. Grußworte sprechen Matthias von Schwanenflügel (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) sowie Regina Kraushaar (Bundesministerium für Gesundheit). Sie geben einen Überblick über die aktuellen politischen Aktivitäten, die das Leben von Menschen mit Demenz und ihren Familien in Deutschland verbessern sollen. Beispiele dafür sind die “Allianz für Menschen mit Demenz” sowie die Demenz Partner-Kampagne, die von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durchgeführt wird.

Frühzeitige Diagnose und neue Behandlungsmöglichkeiten

Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Alexander Kurz von der Technischen Universität München. Er ist Mitglied im Vorstand der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und spricht unter dem Titel „Die Zeit ist auf unserer Seite“ über zukünftige Behandlungsmöglichkeiten der Alzheimer-Krankheit. Alzheimer ist die häufigste Ursache für eine Demenz. Zurzeit werden Medikamente entwickelt, die hoffentlich in Zukunft den mit Alzheimer verbundenen Abbau im Gehirn verlangsamen können. Dies gilt besonders, wenn die Medikamente im frühen Stadium der Erkrankung verabreicht werden. Auf diese Weise könnten Betroffene das schwere Stadium der Erkrankung herauszögern. Die Folge wären eine höhere Lebensqualität und eine kürzere Zeit der Pflegebedürftigkeit für Betroffene. Die Entwicklung dieser Medikamente müsse daher ebenso gefördert werden wie eine bessere und frühere Diagnosestellung, so Kurz. Er ruft alle Akteure im Gesundheitswesen dazu auf, an diesem Punkt zusammen zu arbeiten.

HintergrundAlzheimer Europe ist die Dachorganisation von 39 Alzheimer-Gesellschaften aus 34 europäischen Ländern und wird von der Europäischen Union unterstützt. In Europa sind etwa neun Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen.

In Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzkranken wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist ein gemeinnütziger Verein. Als Bundesverband von derzeit 135 Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden vertritt sie die Interessen von Demenzkranken und ihren Familien. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 - 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 - 259 37 95 14 (Festnetztarif).

Kontakt:Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz

Susanna Saxl, Astrid Lärm

Friedrichstraße 236, 10969 Berlin

Tel.: 030 - 259 37 95 0

Fax: 030 - 259 37 95 29

E-Mail: presse@dalzg.de

info@deutsche-alzheimer.de

Internet: www.deutsche-alzheimer.de


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