29.12.2011 12:20 Uhr in Vermischtes und Gesundheit

Unfallgefahr durch Silvesterknaller

Johanniter geben Tipps


(Mynewsdesk) Die Johanniter erwarten zum Jahreswechsel erfahrungsgemäß viele Hilferufe von Personen, die sich mit Feuerwerkskörpern zum Teil schwer verletzt haben. Besonders häufig sind Verletzungen an Augen, Ohren und Händen.

Augenverletzungen werden oft durch einen zu geringen Sicherheitsabstand verursacht. Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Hannover, rät: „Wenn Fremdkörper ins Auge geraten, sollten Laien diese nicht entfernen. Stattdessen muss sofort der Rettungsdienst alarmiert werden. Das betroffene Auge sollte mit einer keimfreien Wundauflage bedeckt und dann beide Augen vorsichtig mit einem Tuch verbunden werden. Nur durch das Verbinden beider Augen wird eine Ruhigstellung des verletzten Auges und damit eine Schmerzlinderung erreicht.“ Zur Vorsorge rät Enke, nicht nur den angegebenen Sicherheitsabstand beim Zünden unbedingt einzuhalten, sondern auch eine Schutzbrille zu tragen.

Auch die Ohren sind beim Silvesterfeuerwerk gefährdet. Silvesterböller erreichen eine Lautstärke von 130 bis 175 Dezibel. Enke warnt: „Das ist lauter als ein Presslufthammer und kann ein Knalltrauma auslösen, das heißt, der hohe Schalldruck kann zu einer Schädigung des Innenohrs führen. Die Folge ist Schwerhörigkeit in den ersten Stunden oder Tagen, schlimmstenfalls dauerhaft.“

Oft vorkommende Verletzungen zu Silvester sind auch Verbrennungen und Brüche von Händen und Fingern, verursacht durch zu frühe Explosionen, oder weil Feuerwerkskörper zu lange in der Hand gehalten werden.

Rettungs-Experte Enke rät: „Brandwunden sofort und höchstens zehn Minuten kühlen, möglichst mit fließendem, handwarmem Wasser. Um eine Unterkühlung zu verhindern, dürfen lediglich die verbrannten Körperstellen gekühlt werden, im Gesicht nur mit feuchten Tüchern. Wenn die verbrannte Körperoberfläche bei Erwachsenen größer ist als zwei DIN-A-4-Seiten, sollte überhaupt nicht gekühlt werden“.

Obwohl in der Regel die Erwachsenen böllern, gehören Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren zur Hauptrisikogruppe. Sie sollten nicht unbeaufsichtigt Feuerwerkskörper zünden dürfen und keinesfalls Blindgänger aufheben.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. ist seit 60 Jahren in den unterschiedlichsten sozialen und karitativen Bereichen aktiv. Sie steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Mit rund 15.000 hauptamtlichen Mitarbeitern, etwa 30.000 ehrenamtlichen Aktiven und über 1,4 Millionen Fördermitgliedern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe eine der größten Hilfsorganisationen Europas. Die Tätigkeitsfelder der Johanniter-Unfall-Hilfe umfassen unter anderem Erste Hilfe und Sanitätsdienst, Rettungsdienst und Krankentransport, Pflege, Hausnotruf und Hospizarbeit.

<h1>Unfallgefahr durch Silvesterknaller
  </h1><h2>Johanniter geben Tipps
 </h2><br/>
 
Weitere Pressemitteilungen von Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Pressemappe zur Pressemappe
 

Johanniter bereiten sich auf Eskalation in Kenia vor

Berlin/Nairobi, 28. Februar 2013. Kenia steht vor einem Neuanfang: Am 4. März 2013 finden dort die ersten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seit Verabschiedung der neuen Verfassung ...

28.02.2013 14:42 Uhr in Politik
 

Opa ist der Beste

Berlin. Großväter stehen ihren Enkeln so nah wie noch nie: Nach eigener Aussage betreuen 62 Prozent der Opas ihre Enkel, 32 Prozent sogar mehrmals in der Woche. Bei den ...

04.09.2012 14:45 Uhr in Vermischtes
 

Seit 60 Jahren Freunde fürs Leben

Berlin, 8. März 2012 - Seit 60 Jahren Freunde fürs Leben - Das ist das Motto zum runden Geburtstag der Hilfsorganisation. Mit bundesweiten Aktionen feiern die Johanniter das 60-jährige ...

08.03.2012 14:05 Uhr in Vermischtes und Online