Pressemitteilung

07.12.2017 10:00 Uhr in Wirtschaft und Software

2018 bringt bessere Aussichten für Betriebsrenten

Auswirkungen auf die Lohn- und Gehaltsabrechnungen bedenken


(Mynewsdesk) Nürnberg, 07. Dezember 2017: Mit jedem Jahreswechsel sind unausweichlich gesetzliche Änderungen bei der Lohnabrechnung verbunden. Die umfänglichste Neuerung liefert diesmal das Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Es tritt zum Jahresbeginn 2018 mit dem Ziel in Kraft die Verbreitung der bAV zu fördern. Indem der Gesetzgeber kapitalgedeckte Zusatzrenten damit steuerlich begünstigt, will er insbesondere für kleine Unternehmen und Arbeitnehmer mit geringeren Arbeitseinkommen ein besseres Versorgungsniveau im Alter erreichen.

Dazu steigt der steuerfreie Höchstbeitrag in der bAV 2018 von vier auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (West). „Künftig sind also Aufwendungen für eine kapitalgedeckte betriebliche Altersvorsorge in Höhe von bis zu 6240 Euro im Jahr steuerabzugsfähig", erklärt Christine Graße, Leitende Beraterin im Geschäftsfeld Personalwirtschaft bei der DATEV eG, mit deren Lohn-Software rund 12,5 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland abgerechnet werden. Ein kleiner Wermutstropfen: „Die acht Prozent gelten allerdings nur für den reinen Steuerabzug. Bei den Sozialabgaben bleibt die bisherige Grenze von vier Prozent bestehen", so Graße. Bis zu 3120 Euro bAV-Aufwendungen sind also zudem sozialabgabenfrei.

Sozialpartnermodell als neue Option

Ein großes Hindernis für das Angebot von bAV-Modellen war für Betriebe bislang das Risiko der Wertentwicklung der Einlagen. Um diese Unwägbarkeit für die Unternehmen zu umgehen, gibt es ab 2018 bei vorliegendem Tarifvertrag die reine Beitragszusage im sogenannten Sozialpartnermodell als neue Zusageart. „Hierbei verpflichtet sich der Arbeitgeber nur zur Ermittlung und Abführung der zugesagten Beiträge", so Lohn-Expertin Christine Graße. Das Erfüllungs- und Haftungsrisiko trägt dann ein externer Versorgungsträger wie eine Pensionskasse, Direktversicherung oder ein Pensionsfonds. Eines muss das Unternehmen dabei aber beachten: „Wird die reine Beitragszusage durch Entgeltumwandlungen finanziert, spart in der Regel auch der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge. Als Ausgleich ist er dann verpflichtet, 15 Prozent des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberbeitrag zu leisten", erläutert Christine Graße.

Förderbetrag für Arbeitnehmer mir geringem Einkommen

Darüber hinaus soll ein neuer Förderbetrag nach § 100 Einkommensteuergesetz (EStG) zusätzliche Anreize für den Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen schaffen. Dieser Förderbetrag macht es möglich, dass Betriebe unter bestimmten Voraussetzungen 30 Prozent des Arbeitgeberzuschusses zur betrieblichen Altersvorsorge direkt von der Lohnsteuer-Anmeldung absetzen können.

Weitere Regelungen des Gesetzes betreffen bereits bestehende bAV-Verträge. Wurden Beitragsleistungen für einen Arbeitnehmer bislang pauschal versteuert, so darf diese Handhabung für den betreffenden Arbeitnehmer sein ganzes Leben beibehalten werden. Die neuen gesetzlichen Regelungen gelten im Übrigen nicht für die betriebliche Altersvorsorge im Rahmen der Direktzusage oder Unterstützungskasse.

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Über DATEV eG

Die DATEV eG ist das Softwarehaus und der IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte sowie deren zumeist mittelständische Mandanten. Mit rund 40.500 Mitgliedern, mehr als 7.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von 928 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2016) zählt die DATEV zu den größten IT-Dienstleistern und Softwarehäusern in Deutschland. So belegte das Unternehmen im Jahr 2016 Platz 3 im Ranking der Anbieter von Business-Software in Deutschland (Quelle: IDC, 2017). Das Leistungsspektrum umfasst vor allem die Bereiche Rechnungswesen, Personalwirtschaft, betriebswirtschaftliche Beratung, Steuern, Kanzleiorganisation, Enterprise Resource Planning (ERP), IT-Dienstleistungen sowie Weiterbildung und Consulting. Mit ihren Lösungen verbessert die 1966 gegründete Genossenschaft mit Sitz in Nürnberg gemeinsam mit ihren Mitgliedern die betriebswirtschaftlichen Prozesse von 2,5 Millionen Unternehmen, Kommunen, Vereinen und Institutionen.

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