Pressemitteilung

03.04.2013 16:00 Uhr in Wirtschaft und Finanzen

Beschäftigung Älterer immer noch auf niedrigem Niveau

(Mynewsdesk) Zu den aktuellen Meldungen über die Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erklärte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Mittwoch in Berlin:

„Es ist zwar richtig, dass die Zahl der älteren Beschäftigten zunimmt. Dies liegt aber vor allem daran, dass diejenigen, die eine Beschäftigung haben, länger im Job verbleiben.

Die Beschäftigung Älterer liegt immer noch auf niedrigem Niveau. Nur jeder Dritte in der Altersgruppe über 60 Jahre ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt, in der Altersgruppe 25 bis 50 Jahre ist der Anteil doppelt so hoch. Weitere 470 000 zwischen 60 und 65 haben nur einen Minijob. Gleichzeitig ist auch die Zahl der arbeitslosen Älteren gestiegen. Jeder dritte Arbeitslose ist inzwischen über 50 Jahre alt.

Wenn Ältere erst einmal arbeitslos geworden sind, sind ihre Chancen auf eine neue Beschäftigung hingegen sehr gering. Nur 2,2 Prozent der Älteren über 60 Jahre finden pro Monat eine neue Beschäftigung, bei allen Arbeitslosen ist die Chance dreimal höher. Und wenn Ältere eine neue Beschäftigung finden, dann häufig nur, wenn sie erhebliche Einbußen zum Beispiel bei der Entlohnung hinnehmen. Es ist vor allem notwendig, dass die Arbeitgeber ihr Einstellungsverhalten ändern. Bevorzugt werden immer noch jüngere Arbeitskräfte eingestellt, viele Arbeitgeber laden Ältere erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch ein. Zu viele Arbeitgeber wollen am liebsten junge, olympiareife Belegschaften. Dabei sind Ältere häufig gut qualifiziert und verfügen über viel Berufserfahrung.

Pressekontakt:
Sigrid Wolff
Abteilungsleiterin
Pressesprecherin
Telefon 030.24 060-212
E-Mail sigrid.wolff@dgb.de

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