Pressemitteilung

24.09.2014 10:00 Uhr in Wirtschaft und Unternehmen

BRAIN und FUCHS Europe kooperieren auf dem Gebiet der Schmierstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

(Mynewsdesk) Zwingenberg und Mannheim, 24.09.2014: Das Biotechnologie-Unternehmen BRAIN AG und Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH, größte operative Gesellschaft der FUCHS PETROLUB SE, geben die Kooperation bei der biotechnologischen Herstellung von Schmierstoffadditiven aus nachwachsenden Rohstoffen bekannt. Die seit einem Jahr laufende, erfolgreiche Partnerschaft ist Teil der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten strategischen Allianz ZeroCarbFP. Vorzeitig konnten die Projektpartner alle bis zum heutigen Zeitpunkt gesetzten Meilensteine erreichen. Die Synthese der ersten Schmierstoffadditive im kg-Maßstab wurde durch BRAIN erfolgreich realisiert. Das erste Additiv ist bei Fuchs in der anwendungstechnischen Bewertung. Weitere Synthesen sind in Arbeit bzw. geplant. Damit zeigen die beiden Partner ihr großes Interesse an dieser erfolgreichen Kooperation auf dem Gebiet der biogenen Rohstoffe.

Moderne Schmierstoffe sind als hochentwickelte Konstruktionselemente in allen Maschinen und in vielen mechanischen Anwendungen des täglichen Lebens zu finden. Erhöhung der Leistungsfähigkeit und ständig steigende technische Anforderungen von Maschinen und Komponenten führen die Industrie-Partner FUCHS und BRAIN dazu, neue Additive zu synthetisieren und damit die Zusammensetzung der Schmierstoffe kontinuierlich zu optimieren. Die traditionell verwendeten Mineralöl-basierten Grundstoffe zur Synthese der Additive sind in Nachhaltigkeit und biologischer Abbaubarkeit biotechnologisch hergestellten Komponenten häufig unterlegen.

Im Zuge der Kooperation in der strategischen Allianz ZeroCarbFP (FKZ: 031A217) werden enzymatische Syntheseprozesse zur Produktion von hochwertigen Schmierstoffadditiven aus biogenen Rohstoff- und Abfallströmen entwickelt. Dabei werden Abfallströme einerseits als Nährstoff für die Enzymproduktion, andererseits als Ausgangsmaterialien für die Darstellung der Zielprodukte genutzt. Als Grundstoffe für die stoffliche Nutzung werden dabei Altspeisefette und -öle, tierische Fette, Reste aus der Biodieselproduktion (z.B. Glycerin, Fettsäuren und Fettsäuremethylester), Lignocellulose und eine Vielzahl anderer, industrieller Neben- und Abfallströme eingesetzt. In diesem Zusammenhang wurden die ersten Meilensteine frühzeitig erreicht, weshalb mit dem Einsatz der neuen Rohstoffe in Schmierstoffformulierungen bereits begonnen werden konnte. Die ersten Schmierstoffe mit den neu synthetisierten Additiven aus nachhaltigen Rohstoffen befinden sich bereits in der Anwendungserprobung bei FUCHS.

"Im Bereich der Schmierstoffanwendungen besteht ein großer Bedarf an ressourcenschonend hergestellten, nicht toxischen und biologisch abbaubaren Additiven und funktionalisierten Grundflüssigkeiten“, kommentiert Dipl.-Phys. Rolf Luther, Leiter der Vorausentwicklung für die FUCHS-Gruppe. „FUCHS erhofft sich, in der Kooperation mit BRAIN, bei der Durchführung des Programms, neue Zugriffswege zu verschiedenen Rohstoffen für eine stabile, ökonomisch zuverlässige Versorgung zu generieren. Darüber hinaus bietet uns die strategische Allianz ZeroCarbFP die Möglichkeit, ein breites Spektrum an Rohstoffen für Additive und funktionalisierte Grundflüssigkeiten evaluieren zu können, die zurzeit technisch nicht zugänglich sind und damit bisher nicht berücksichtigt wurden.“

Dr. Jürgen Eck, Technologievorstand der BRAIN AG ergänzt: „Durch die Kombination aus hoch diversen Enzymen mikrobiellen Ursprungs aus unserem BioArchiv und unseres umfangreichen Technologie-Portfolios zur Produktionsstamm- und Prozessentwicklung konnten wir bereits vorzeitig zwei Schmierstoffkomponenten aus nachhaltigen Rohstoffquellen synthetisieren. Wir freuen uns sehr, dass damit bereits die ersten Schmierstoffe bei Fuchs hergestellt werden konnten und in der Anwendungstechnik sind.“

BRAIN AG - Engineering Biology.

Die B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG (BRAIN AG; ISIN DE0005203947 / WKN 520394) gehört in Europa zu den technologisch führenden Unternehmen auf dem Gebiet der industriellen Biotechnologie, der Kerndisziplin der Bioökonomie. So identifiziert BRAIN bislang unerschlossene, leistungsfähige Enzyme, mikrobielle Produzenten-Organismen oder Naturstoffe aus komplexen biologischen Systemen, um diese industriell nutzbar zu machen. Aus diesem „Werkzeugkasten der Natur“ entwickelte innovative Lösungen und Produkte werden bereits erfolgreich in der Chemie sowie in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie eingesetzt. Das Geschäftsmodell der BRAIN steht heute auf zwei Säulen: „BioScience“ und „BioIndustrial“. Die Säule „BioScience“ umfasst das zumeist auf exklusiver Basis abgeschlossene Kollaborationsgeschäft der BRAIN AG mit Industriepartnern. Die zweite Säule „BioIndustrial“ umfasst die Entwicklung und Vermarktung von eigenen Produkten und aktiven Produktkomponenten der BRAIN. Weitere Informationen finden Sie unter www.brain-biotech.de.

Herr Dr. Martin Langer

BRAIN AG
Darmstädter Str. 34-36
64673 Zwingenberg
Deutschland

EMail:Kontakt aufnehmen
Website:www.brain-biotech.de
Telefon:+49-6251-9331-16
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