08.10.2013 09:48 Uhr in Wirtschaft und IT/Hightech

Energiewende: 3D-Darstellung von geplanten Stromtrassen hilft Konflikte zu vermeiden

Die „Energiewende“ ist in aller Munde. In Ihrem Rahmen stehen Entscheidungsprozesse zur Trassen- und Standortplanung an. Das Fraunhofer IGD zeigt auf der diesjährigen INTERGEO in Essen, wie diese Bauvorhaben visualisiert und interaktiv geplant werden können.


(Mynewsdesk) (Darmstadt/Rostock/Graz) Wie sieht eine Stromtrasse später in der Landschaft aus? Werde ich durch die neuen Windkraftanlagen beeinträchtigt? Gibt es realistische Alternativen zur aktuellen Planung? All dies sind Fragen, die Bürger im Vorfeld von Baumaßnahmen im Zuge der Energiewende bewegen. Bei der herkömmlichen Bauleitplanung werden Flächennutzungspläne vom Rathaus oder Bauamt ausgedruckt oder im Internet öffentlich zur Einsicht zur Verfügung gestellt. Oft können die Menschen hiermit zu wenig anfangen und sich daher nicht richtig in den Planungsprozess einbringen. Nachvollziehbare Erläuterungen und die Einbindung der Bürger bereits in frühen Planungsstadien können helfen, Missverständnisse und typische Konflikte zu vermeiden.

Wie man landschaftsplanerische und städtebauliche Prozesse transparenter und anschaulicher gestaltet und so Streitfällen vorbeugt, zeigt das Fraunhofer IGD, die weltweit führende Forschungseinrichtung für angewandtes Visual Computing, mit seinem CityServer3D auf der diesjährigen INTERGEO in Essen. „Informationen über bauliche Maßnahmen müssen öffentlich verfügbar und die Entscheidungsprozesse für jeden Bürger transparent und nachvollziehbar sein“, sagt Dr. Joachim Rix vom Fraunhofer IGD. „Wir wollen den Betroffenen die Möglichkeit eröffnen, sich selbst aktiv in die bauliche und infrastrukturelle Entwicklung ihrer Region einzubringen.“

Mit ihrem CityServer3D machen die Fraunhofer-Forscher einen Multitouch-Tisch zu einer Plattform für die Diskussion der Alternativen durch Experten, Betreiber und Bürger. Der Tisch lässt sich dabei wie ein riesiges Smartphone intuitiv mit den Fingern bedienen. Verschiedene Geodaten, wie Satellitenfotos und Bauzeichnungen werden dort miteinander kombiniert. Eine 3D-Darstellung macht die Bauvorhaben anschaulich nachvollziehbar und deckt Probleme frühzeitig auf. Zudem sind die mit dem CityServer3D aufbereiteten Modelle durch die neue Generation der 3D-Web-Browser auch für jedermann im Internet zugänglich.

Der CityServer3D verwaltet und verknüpft zwei- und dreidimensionale geographische Daten, erstellt automatisch dreidimensionale Modelle und ermöglicht auch Simulationen mit 3D-Darstellungen. Er wird vom 8. bis 10. Oktober auf der Messe INTERGEO 2013 in Essen auf dem Stand von AED-SICAD (Halle 1 / Stand B1.030) präsentiert.

Weiterführende Informationen:

www.cityserver3d.de
www.3d-vis-projekt.de

Fraunhofer IGD

Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik und umfasst unter anderem Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realität.

Vereinfacht ausgedrückt, machen die Fraunhofer-Forscher in Darmstadt, Rostock, Graz und Singapur aus Informationen Bilder und holen aus Bildern Informationen. In Zusammenarbeit mit seinen Partnern entstehen technische Lösungen und marktrelevante Produkte.

Prototypen und Komplettlösungen werden nach kundenspezifischen Anforderungen entwickelt. Das Fraunhofer IGD stellt dabei den Menschen als Benutzer in den Mittelpunkt und hilft ihm mit technischen Lösungen, das Arbeiten mit dem Computer zu erleichtern und effizienter zu gestalten.

Durch seine zahlreichen Innovationen hebt das Fraunhofer IGD die Interaktion zwischen Mensch und Maschine auf eine neue Ebene. Der Mensch kann so mithilfe des Computers und der Entwicklungen des Visual Computing ergebnisorientierter und effektiver arbeiten. Das Fraunhofer IGD beschäftigt über 200 Mitarbeiter. Der Etat beträgt über 17 Millionen Euro.

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