Pressemitteilung

18.12.2012 11:30 Uhr in Wirtschaft und Events und Preise

Vertreter aus 16 Ländern diskutieren beim Berliner Demografie Forum

(Mynewsdesk) Das zweite Berliner Demografie Forum, das am 9. und 10. Januar 2013 in Berlin stattfinden wird, verlagert die Diskussion zum demografischen Wandel von einer rein deutschen auf eine internationale Ebene. Von den insgesamt 40 Rednern stammt knapp die Hälfte aus dem Ausland. Mit diesem Ansatz trägt das Berliner Demografie Forum der nationenübergreifenden Brisanz des Themas Rechnung, schafft eine Plattform für den Austausch von best-practices und grenzt sich von anderen Formaten zum Thema ab.

Der demografische Wandel ist nicht nur eine Herausforderung für Deutschland. Auch Europa im Ganzen und Ostasien (China, Japan, Korea) sind von dieser Entwicklung betroffen. Die Kombination aus geringen Geburtenraten und einer steigenden Lebenserwartung führt dazu, dass die Bevölkerungen in Europa und Ostasien rapide altern und in Zukunft schrumpfen werden.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist der länderübergreifende Austausch sehr wichtig. Insbesondere Deutschland, das im europäischen Vergleich zu den am stärksten betroffenen Staaten gehört, kann davon profitieren.

Das Berliner Demografie Forum setzt daher einen starken Fokus auf die Internationalität der Teilnehmer.

So wird Yves Leterme, stellvertretender Generalsekretär der OECD, neben der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder eine Keynote-Rede halten.

In den einzelnen Panels werden unter anderem der polnische Minister für Arbeit und Soziales Wladyslaw Koziniak-Kamysz, die französische Ministerin für Gesundheit und Familie Dominique Bertinotti, die italienische Ministerin für Arbeit und Soziales Prof. Elsa Fornero, Arne Carlsen, Direktor des UNESCO Insitute for Lifelong Leraning, und Prof. Weiping Jiang, PhD, Population Development and Research Center, Beijing, zu Wort kommen.

Auch zwei der Young Experts, die im Rahmen des „Young Expert“ Panels mit Vertretern der Generation 80+ über die Herausforderungen des demografischen Wandels diskutieren werden, haben einen internationalen Hintergrund.

Dass die Debatte um den demografischen Wandel durchaus kontrovers geführt wird, zeigen die Statements einiger Teilnehmer:

Dr. Gerhard K. Heilig, Leiter der Abteilung Population der United Nations, erklärt: „Mein Ziel für das Jahr 2013 ist es, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass die seit Jahrzehnten bestehende extrem niedrige Fertilität in weiten Teilen Europas eine nachhaltige Entwicklung erschwert und nicht durch Zuwanderung ausgeglichen werden kann. Europäische Länder sollten drastischere Initiativen ergreifen, die es Frauen und Männern ermöglichen, ihren Kinderwunsch zu realisieren.“

Dr. Gerhard Timm, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGF): „Eine ältere, selbst eine schrumpfende Gesellschaft sind kein grundsätzliches Problem. Sie werden dadurch zum Problem, dass alle unsere Systeme auf Wachstum angelegt sind. Dort müssen wir ansetzen. Global gesehen ist unsere deutsche demografische Entwicklung ein Segen. Die Erde als endliches System wird durch unendliches Wachstum zerstört.“

Botschafter Wolfgang Ischinger, Generalbevollmächtigter für Regierungsbeziehungen der Allianz SE: „Langlebigkeit, Migration und weniger Kinder werden unsere Gesellschaften verändern. Der demografische Wandel wird zu entscheidenden regionalen sowie globalen Sicherheitsrisiken führen.“

Prof. Guangzhou Wang, PhD, CASS Population and Labor Economics Research Institute, Beijing, sagt: „Wir müssen die Realität der langfristig niedrigen Geburtenraten anerkennen und uns auf die Herausforderungen dieser demografischen Veränderungen vorbereiten.“

Pressekontakt:
Claudia Mohr-Calliet
Allianz SE
Tel. +49.89.3800-18797
claudia.mohr-calliet@allianz.com

<h1>Vertreter aus 16 Ländern diskutieren beim Berliner Demografie Forum</h1>
 
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