Pressemitteilung

21.08.2013 08:48 Uhr in Wirtschaft und Umweltthemen

Wiesenhof-Puten: Getreten, geworfen, gequält

SOKO Tierschutz e.V deckt neuen Wiesenhof-Skandal auf.


(Mynewsdesk) Visbek / Augsburg, 21. August 2013 – Heute veröffentlicht der gemeinnützige Verein SOKO Tierschutz e.V. aktuelles Videomaterial aus Niedersachsen, das die brutale Behandlung bei Puten-Verladungen zeigt. Die ARD Sendung Report Mainz zeigte am 20.8. die schockierenden Aufnahmen. Alle betroffenen Farmen gehören zur RWS-Agrarveredelungs GmbH & Co. KG, die wiederum im Firmenkonglomerat der PHW-Gruppe beheimatet ist. PHW ist vor allem für die Marke Wiesenhof bekannt. Im einzelnen ist zu sehen, wie Puten von den Geflügelgreifern systematisch getreten, brutal am Hals gepackt und auch geworfen werden. Sicherheitskräfte bewachen die Farmen, während die Tiere misshandelt werden.

Dieser Umgang mit Tieren hat bei Wiesenhof scheinbar Tradition. Denn nicht zum ersten Mal ließen sich Mitarbeiter oder Subunternehmer dabei filmen, wie sie das Tierschutzgesetz buchstäblich mit Füßen treten. Insgesamt 15 Ausstallungen wurden beobachtet. Nicht überall kam man mit der Kamera nah genug heran. Doch am Ende blieben mehrere Farmen, die entsprechend gute Bedingungen für die Dokumentation des Tierleids boten. Einen "traurigen Einzelfall" kann Wiesenhof aus den Vorkommnissen somit nicht machen. Bei dem Verlade-Unternehmen handelt es sich übrigens um die selbe Firma, deren Mitarbeiter 2011 Puten in einer Wiesenhof-Farm nicht nur warfen und traten, sondern teilweise so lange auf den Hälsen etlicher Tiere herumsprangen, bis diese regungslos liegen blieben.

"Bei allen von uns besuchten Farmen waren Security-Mitarbeiter zugegen, die immer wieder zu Fuß oder mit dem Auto die Ställe umrundeten und mit Taschenlampen die umliegenden Felder oder Wälder absuchten. Die angeblichen Verbesserungen bei Wiesenhof bestehen offenbar aus wesentlich strengeren Sicherheitsvorkehrungen gegen Tierschützer", mutmaßt SOKO-Ermittler Friedrich Mülln, der das Leid vor Ort filmte.

SOKO Tierschutz e.V wird Strafanzeige gegen die Mastbetriebe und die Verantwortlichen wegen Tierquälerei und Beihilfe zu einer Straftat erstatten. Letztendlich muss aber der Kunde endlich handeln und seinen Tierkonsum überdenken.

RÜCKFRAGEN
Friedrich Mülln: 0171-4493215, friedrich@soko-tierschutz.org
Stefan Bröckling: 0172-2433544, stefan@soko-tierschutz.org

BILDMATERIAL
Druckfähige Bilder (Screenshots): www.soko-tierschutz.org/presse/fotos-wiesenhof-putenmast.zip

Videomaterial (sendefähig): Auf telefonische Anfrage (siehe Nummern oben)

WEITERE INFOS UND KAMPAGNENFILM
www.soko-tierschutz.org

Über SOKO Tierschutz e.V.

SOKO Tierschutz e.V wurde 2012 gegründet um Tierleid konsequent, professionell und ohne Scheuklappen auf zu decken. Der Verein besteht aus den ehem. Rechercheteams der Stiftung Vier Pfoten und des Vereins PETA Deutschland e.V. Somit können die SOKO-AktivistInnen auf eine große Anzahl aufgedeckter Skandale zurück blicken und bündeln die gewonnene Recherche-Kompetenz der vergangenen Jahre nun im Zeichen der Eule.

<h1>Wiesenhof-Puten: Getreten, geworfen, gequält</h1><h2>SOKO Tierschutz e.V deckt neuen Wiesenhof-Skandal auf.</h2><br/>
 
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