Pressemitteilung

21.07.2015 10:00 Uhr in Wirtschaft und Software

ZUGFeRD-Rechnungen erreichen den betrieblichen Alltag

Erste Unternehmen nutzen das elektronische Rechnungsformat


(Mynewsdesk) Nürnberg, 21. Juli 2015: Das Standardformat für elektronische Rechnungen ZUGFeRD (Zentraler User Guide Forum elektronische Rechnung Deutschland) kommt bereits im Alltag der deutschen Unternehmen an. Der IT-Dienstleister DATEV eG verzeichnet aktuell knapp 200 Anwender seiner Systeme, die seit Umsetzung des Standards Mitte des vergangenen Jahres insgesamt etwa 4.200 Rechnungen in diesem Format empfangen und verarbeitet haben. Dabei gingen allein im Juni 2015 nahezu 1.400 ZUGFeRD-Belege ein. Auch erste Ausgangsrechnungen sind bereits in DATEV-Systemen erstellt und versendet worden.

"Auch wenn die Zahlen auf den ersten Blick nicht gerade spektakulär erscheinen, bestärken uns aber insbesondere die Potenziale in der Annahme, dass ZUGFeRD eine Erfolgsgeschichte wird", erklärt Prof. Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender der DATEV, der sich auch in seiner vormaligen Rolle als Präsident des Branchenverbands BITKOM schon früh für das Format eingesetzt hatte. Nach sehr zögerlichen Anfängen im vergangenen Jahr sprächen die Zuwachsraten der letzten Monate eine klare Sprache.

Musterbeispiel für die Digitalisierung


Die DATEV sieht im ZUGFeRD-Standard eine effiziente Möglichkeit, bürokratischen Aufwand in den Unternehmen abzubauen. Indem Belegdaten etwa für die Finanzbuchführung und den Zahlungsverkehr automatisch erfasst werden können, lässt sich eine Menge Bearbeitungszeit einsparen. Mit dieser Einschätzung befindet sich der IT-Dienstleister in guter Gesellschaft: Insgesamt 121 Unternehmen und Organisationen listet das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) derzeit als ZUGFeRD-Unterstützer auf. In der Mehrzahl handelt es sich dabei ebenfalls um Anbieter von kaufmännischer Software oder Rechnungsportalen, die das Format in ihren Programmen und Dienstleistungen bereits umgesetzt und es so den Nutzern ihrer Angebote zugänglich gemacht haben. Aber auch größere Organisationen, darunter Behörden wie das Bundesverwaltungsamt, zeigen sich dort als überzeugte Anwender.

Bei einer ZUGFeRD-Rechnung werden alle wesentlichen Informationen des Beleges wie Geschäftspartnername, Rechnungsnummer, Datum, Betrag oder IBAN als XML-Code an ein äußerlich gewöhnliches PDF-Dokument angehängt. Die hinterlegten Informationen können dann automatisch und ohne Übertragungsfehler in die Buchführung einfließen. Der Charme des Formats besteht darin, dass es erstmals einen herstellerunabhängigen, branchenübergreifenden und von allen maßgeblichen Beteiligten akzeptierten Standard für den elektronischen Austausch von Rechnungsinformationen bereitstellt. In der Vergangenheit war gerade die bestehende Formatvielfalt bei der digitalen Übermittlung von Rechnungsdaten eine gravierende Einstiegshürde für Unternehmen.

Über DATEV eG

Die DATEV eG ist das Softwarehaus und der IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte sowie deren zumeist mittelständische Mandanten. Mit rund 40.500 Mitgliedern, mehr als 7.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von 928 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2016) zählt die DATEV zu den größten IT-Dienstleistern und Softwarehäusern in Deutschland. So belegte das Unternehmen im Jahr 2016 Platz 3 im Ranking der Anbieter von Business-Software in Deutschland (Quelle: IDC, 2017). Das Leistungsspektrum umfasst vor allem die Bereiche Rechnungswesen, Personalwirtschaft, betriebswirtschaftliche Beratung, Steuern, Kanzleiorganisation, Enterprise Resource Planning (ERP), IT-Dienstleistungen sowie Weiterbildung und Consulting. Mit ihren Lösungen verbessert die 1966 gegründete Genossenschaft mit Sitz in Nürnberg gemeinsam mit ihren Mitgliedern die betriebswirtschaftlichen Prozesse von 2,5 Millionen Unternehmen, Kommunen, Vereinen und Institutionen.

<h1>ZUGFeRD-Rechnungen erreichen den betrieblichen Alltag</h1><h2>Erste Unternehmen nutzen das elektronische Rechnungsformat</h2><br/>
 
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