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Herr Holger H. Elias
Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin
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Deutschland
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Aufgedeckt: Die letzten Geheimnisse des Alten Fritz
Ehemaliger ZDF-Journalist präsentiert Buch über Preußens König anlässlich der "Hubertusburger Friedensgespräche" am 17./18.September
(ddp direct) Über viele Jahre zeichnete Claus Legal für die ZDF-Krimireihen "Siska" und "Derrick" mit verantwortlich und arbeitete in der Redaktion von Eduard Zimmermanns "Aktenzeichen ... XY ungelöst", nun war er gemeinsam mit seinem Bruder Gert den letzten Geheimnissen des Preußenkönigs auf der Spur. Am 17. und 18.September stellen die beiden Autoren das im Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin erschienene Buch "Friedrich II. - Preußens König - Sachsens Feind - Regent auf Schloss Dahlen" vor.
Als „erster Diener des Staates“ ging Friedrich II., unter dem Pseudonym „Alter Fritz“ bekannt, in die Geschichte des aufgeklärten Absolutismus ein. Modernes Denken und Innovationsgeist prägen das Bild über den preußischen König, der 2012 seinen 300. Geburtstag feiern lassen kann.
Aufgrund dieses Ereignisses und der Tatsache, dass der Aufenthalt Friedrichs II. auf Schloss Dahlen ein „Mauerblümchen-Dasein“ hegt, gingen die Brüder Claus und Gert Legal dieses Buchprojekt an. Nach drei Jahren intensiver Recherche in Kirchenbüchern, Geburtsurkunden, historischen Dokumenten und Staatsarchiven veröffentlichten sie schließlich ihre Erkenntnisse und lieferten damit einen umfangreichen Einblick in die Welt des 18. Jahrhunderts.
In der Ruine des sächsischen Landsitzes Dahlen verbargen sich einige, von den Brüdern Legal nun aufgedeckte Geheimnisse. Obwohl bekannt war, dass der Alte Fritz es 23 Tage lang zu seiner kurzfristigen Residenz erklärte, waren markante Details des Innenhofes und der Gebäudearchitektur noch nicht veröffentlicht worden.
Weitaus größere Bedeutung kann man jedoch der Entdeckung der beiden Autoren zumessen, die sie mit Hilfe eines Dokumentes aus dem Staatsarchiv Dresden erlangt haben. Dabei handelt es sich um die Plünderung des Jagdschlosses Hubertusburg, das im Jahre 1761 auf Befehl Friedrich II. ausgeraubt wurde. Die bis dahin als zutreffend erachteten Berichte über das Ereignis, erwiesen sich nach dem Fund dieser Quelle als unzureichend und teilweise als schlichtweg nicht korrekt. Ein sehr faktenreicher Augenzeugenbericht des ehemaligen Schlossverwalters George Samuel Götze liegt den neuen Erkenntnissen zugrunde. In diesem beschreibt er die erschreckenden Zustände im Kriegsalltag, verbunden mit all den vielfachen Entbehrungen, die die Bevölkerung stark belasteten.
In Bezug auf Schloss Dahlen ist in diesem Zusammenhang erwähnenswert, dass dies letztendlich der Ort war, an dem Friedrich 1763 seine Unterschrift zur Gewährleistung des Friedens gegenüber Hubertusburg setzte. Etwa zeitgleich vollzogen diesen bedeutsamen Staatsakt seine damaligen Feinde Maria Theresia von Österreich und Friedrich August II. von Polen. In diesem Moment der Vertragsunterzeichnung kam es zwischen den drei Residenzen Wien, Warschau und Dahlen zu einer Begegnung auf Augenhöhe, weshalb Dahlen bis heute als eine historisch wertvolle Stätte angesehen wird.
Mit Hilfe von zahlreichen Dokumenten, dem "Gemayne Buch" (Gemeindebuch) des drei Kilometer von Dahlen entfernten Dorfes Schmannewitz und illustrierten Beispielen aus der Messemetropole Leipzig, gelang es den Brüdern Legal ein beeindruckendes Spiegelbild der Lebensbedingungen der Menschen im Kriegsalltag zu schaffen. Somit ist dieses Buch in der Lage, spannenden und interessanten Lesestoff für einen weit umfassenden Personenkreis zu liefern.
Claus und Gert Legal
Friedrich II. – Preußens König – Sachsens Feind – Regent auf Schloss Dahlen
Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin
Hardcover, ca. 300 Seiten
ISBN 978-386939-371-1
24,90 EUR
Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin
Der erste Greifenverlag wurde 1919 in Hartenstein (Sachsen) gegründet. Ab 1921 war er im thüringischen Rudolstadt ansässig, dort ab September 1926 auf der Heidecksburg. Der Mitbegründer und Verleger Karl Dietz brachte zunächst die Werke von Karl Grünberg, Johannes R. Becher, Paul Zech und Max Hodann heraus. 1930 wurde aufgrund wirtschaftlicher Probleme die Produktion eingestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte der Rudolstädter Privatverlag 1945 als einer der ersten Verlage mit sowjetischer Lizenz wieder arbeiten. Es kamen unter anderem Lion Feuchtwanger, Victor Klemperer und Inge von Wangenheim als Autoren hinzu.
Nach dem Tod von Karl Dietz im Jahr 1965 verkaufte seine Tochter Gundel Dietz-Elgers den Verlag an den Staat, welcher diesen in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) umwandelte. Von da an verlor der Greifenverlag an literarischem Einfluss und verlegte zunehmend Unterhaltungsliteratur, darunter die Greifenkrimis.
Im Januar 2009 gründeten die Verleger Matthias Oehme, Frank Schumann und Holger Elias den Greifenverlag in Berlin neu. Seit dem 15. Mai 2009 hat das Verlagshaus als Verlagsgenossenschaft seinen Sitz wieder im thüringischen Rudolstadt. Nach der Auflösung der von den drei gegründeten Gesellschaft bürgerlichen Rechts im Mai 2009 wird der Verlag als Genossenschaft geführt.
Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin
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