30.09.2013 12:18 Uhr in Wissenschaft

„Der Prozess der Zivilisationen – 20 Jahre nach Huntington“

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens an der Universität Vechta


(Mynewsdesk) Von Freitag, 18., bis Sonntag, 20. Oktober, ist die Universität Vechta Schauplatz der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens (DGEPD) mit dem Titel "Der Prozess der Zivilisationen: 20 Jahre nach Huntington – Theoretische und empirische Analysen für das 21. Jahrhundert“. Im Fokus der Tagung stehen die Thesen des 2008 verstorbenen US-amerikanischen Politikwissenschaftlers Samuel P. Huntington. Im Rückblick auf seinen 1993 in der Zeitschrift Foreign Affairs veröffentlichten Beitrag The Clash of Civilizations? sollen Huntingtons Hauptthesen einer kritischen Bestandsaufnahme unterzogen und politische Entwicklungen der letzten 20 Jahre in diesem Licht diskutiert werden. Zur Tagung – der einzigen in Deutschland im 20. Jahr nach Erscheinen des Artikels – werden namhafte Wissenschaftler u.a. aus Seoul und Tokio erwartet.

Als Samuel P. Huntington 1993 seinen Beitrag The Clash of Civilizations? veröffentlichte, löste dieser Artikel eine Flut von Kommentaren aus. Nach Angaben der Redaktion hatte es für einen einzelnen Beitrag in der Fachzeitschrift noch nie in der jahrzehntelangen Geschichte ihres Bestehens eine derart starke und kontroverse Resonanz gegeben. Das Buch, das er daraufhin konzipierte und 1996 veröffentlichte, wurde zum Weltbestseller. Die DGEPD nimmt das zwanzigjährige Jubiläum von Huntingtons paradigmatischen Beitrag daher als Rahmenthema für ihre Jahrestagung auf.

Die interdisziplinär gehaltenen Vorträge werden aus Sicht von Historikern, Philosophen, Juristen und Politikwissenschaftlern insbesondere die Problematik von Zivilisationsdeutungen für das 21. Jahrhundert behandeln. Dabei geht es vor allem auch um aktuelle Fragen, z.B. die Reichweite der Menschenrechte in der Globalisierung, unterschiedliche Ordnungsvorstellungen zwischen Kulturen - die so genannten Bruchlinienkonflikte, wie sie sich insbesondere im syrischen Bürgerkrieg darstellen - oder den Modellcharakter der Europäischen Union als Zivilisation.

Organisiert wird die Tagung vom Vechtaer Politikwissenschaftler Prof. Dr. Peter Nitschke, derzeit geschäftsführenden Sekretär der DGEPD. Die Tagung ist öffentlich.

<h1>„Der Prozess der Zivilisationen – 20 Jahre nach Huntington“</h1><h2>Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens an der Universität Vechta</h2><br/>
 
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